Eine wichtige Aufgabe der Jugendfeuerwehr ist die Vorbereitung der Jugendlichen auf den ehrenamtlichen Dienst
in der Einsatzabteilung. In der Jugendfeuerwehr sollen spielerisch die Fertigkeiten erlernt werden, die später
in der "echten" Feuerwehr einmal von Nutzen sein werden.
Dabei gilt es natürlich die Ausbildung dem Alter der
Jugendlichen entsprechend anzupassen.
So wird mit den 10-12 jährigen vor allem auf
den vorbeugenden Brandschutz eingegangen: Wie entsteht Feuer überhaupt ? Was muß man
tun, wenn es brennt ? Was kann ich tun ?
Doch werden den Jugendlichen schon einige
wichtige feuerwehrtechnische Tricks verraten, die man zum Teil auch im Alltag ganz
gut gebrauchen kann: Die Feuerwehrknoten, die meist im Winter einstudiert werden.
Die Kennzeichnungen von Feuerlöschern usw.
Nach und nach werden die Jugendlichen an die Technik der Feuerwehr herangeführt.
Vor allem die Feuerwehrdienstvorschrift 3 (FwDV 3) wird mit den Jugendlichen in der
Ausbildung trainiert. Hier lernen die Jugendlichen, daß man ein Feuer oder einen
anderen Schadensfall nur dann effektiv bekämpfen kann, wenn man als Gruppe
zusammenarbeitet.
Jeder (Jugend-)Feuerwehrmann hat nach FwDV 3 eine andere Aufgabe:
Während die einen die Schläuche legen und die anderen den Hydranten bedienen, kümmert
sich der nächste um die Feuerlöschkreiselpumpe. Mit zunehmenden Alter bekommen die
Übungen immer mehr Ähnlichkeit mit den Übungen der Einsatzabteilung. Es soll sogar
schon vorgekommen sein, daß die Jugendlichen in manchen Bereichen besser Bescheid
wußten, als so manch gestandener Feuerwehrmann...
Wenn die Jugendfeuerwehr auch aufgrund der Unfallverhütungsvorschriften nicht alle
Geräte der Feuerwehr bedienen darf, so wird zumindest alles theoretisch durchgesprochen
und gründlich in Augenschein genommen. Von den Leitern bis zum hydraulischen
Spreitzgerät, im Laufe seiner "Jugendfeuerwehrkarriere" sieht man doch schon einiges.
Im Sommer ergibt sich bei hohen Temperaturen auch ab und zu die Gelegenheit eine
"Naßübung" zu machen, bei der die Jugendlichen auch mal mit Wasser spritzen können
(Naßübung bezieht sich dabei meist auf die Kleidung der Jugendgruppenleiter, die selten
trocken bleibt)