Freitag, 30. September 2022
Notruf: 112

Anforderung - Waldbrandkomponente Bensheim

 

Am Samstagmittag (13.08) geriet ein Waldbrand in Münster-Breitefeld (Landkreis Darmstadt-Dieburg) im Bereich eines ehemaligen Munitionslagers außer Kontrolle. Aufgrund der anhaltenden trockenen sowie teils windigen Wetterlage breitete sich das Feuer bis Samstag auf mehr als 20 Hektar Waldfläche aus. Um den Brand annähernd unter Kontrolle zu bringen, wurden bis Samstagnacht mehr als 400 Einsatzkräfte aus bis zu fünf Landkreisen alarmiert. Um 21:30 Uhr am Samstagabend wurde eine Teileinheit des “Modul-Waldbrand“ der Einsatzkomponente für besondere Lagen und überörtliche Einsätze der Stadt Bensheim alarmiert, um Einsatzkräfte nach Münster (Hessen) zu entsenden. 

Die verschiedenen Einsatzkomponenten für besondere Lagen und überörtliche Einsätze der Stadt Bensheim setzten sich aus allen Feuerwehren Bensheims zusammen. Je nach Anforderung werden diese vordefinierten Einheiten bei Waldbränden, Hochwasser oder Unwetter/Sturm auf Anforderung anderer Kommunen oder Landkreise gebildet und entsendet, ohne dabei den eigenen Stadtschutz zu gefährden.

Modul Waldbrand: 

- Feuerwehr Bensheim - Mitte: Kommandowagen (Kdow), Löschgruppenfahrzeug 10/6 (LF 10/6), Schlauchwagen 2000 (SW2000) 

- Feuerwehr Schwanheim: Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W), Mannschaftstransportwagen (MTW)

- Feuerwehr Auerbach: Einsatzleitfahrzeug (ELW1), Staffellöschfahrzeug 20 (StLF20) 

Um kurz vor 22 Uhr rückte der Löschzug Bensheim im Verband in Richtung Feuerwehrhaus Messel aus. Das Feuerwehrhaus dort fungierte als Breitstellungsraum eines Einsatzabschnitts. Dort angekommen wurden die Einsatzkräfte in die Lage eingewiesen. Im Anschluss ging der gesamte Löschzug zunächst in Bereitschaft und wartete auf einen Einsatzauftrag. Der ELW und der Kdow rückte dann um kurz vor 24 Uhr in Richtung Münster-Breitefeld aus. Hier löste die Mannschaft des ELW´s sowie der Zugführer Bensheim die Besatzung des ELW´s der Stadt Dieburg ab und übernahm einen Bereitstellungsraum für Tanklöschfahrzeuge. Primäre Aufgabe bestand darin, die durch den Einsatzleitwagen 2 angeforderten Tanklöschfahrzeuge den passenden Einsatzauftrag zu übermitteln und zu dokumentieren. In den Nachtstunden rückte das MTW der Feuerwehr Schwanheim an eine Straßenkreuzung in Messel aus. Hier betrieben die Einsatzkräfte eine Wasserentnahmestelle. Auch das LF 10/6 der Feuerwehr Bensheim erhielt in den frühen Morgenstunden einen eigenen Auftrag. Die Mannschaft löste andere Einsatzkräfte im Waldbrandgebiet ab, welche seit Stunden mehrere Tragkraftspritzen bedienten. 

Am Sonntagmorgen löste die Besatzung des StLF20 aus Auerbach die Einsatzkräfte der Feuerwehr Schwanheim ab. Aufgabe hier bestand darin, die aus dem Waldgebiet kommenden Großtanklöschfahrzeuge wieder mit Wasser aufzutanken. Ebenfalls wurde der Kraftstoff der Trägerfahrzeuge sofern nötig aufgetankt. Bis zu Ablöse wurden über 1 Millionen Liter Löschwasser und mehrere Hunderte Liter Dieselkraftstoff getankt. Nach gut 12 Stunden wurden die Auerbacher Einsatzkräfte aus dem Einsatz herausgelöst. Die ausgeführten Tätigkeiten wurden an Kräfte anderer Feuerwehren übergeben. 

 

StLF20 der Feuerwehr Auerbach im Breitstellungsraum der Feuerwehr Messel (Landkreis Darmstadt-Dieburg). 

 

Führungsassistent auf dem ELW1 Auerbach beginnt seine Arbeit im Bereitstellungsraum der Feuerwehr Messel (Landkreis Darmstadt-Dieburg). 

 

Der ELW1 Auerbach in seinem Einsatzabschnitt im Waldbrandgebiet (Münster-Breitefeld). 

 

In der Bereitschaftszeit versuchten die Einsatzkräfte ein wenig Schlaf abzubekommen, um für alle Möglichen aufgaben fit zu sein. 

 

Wasserentnahmestelle "Nettomarkt - Messel"- im zehn Minutentakt wurden die Großtanklöschfahrzeuge befüllt.

 

 

Bilder :  ©FF Auerbach

 

Facebook

Rauchmelder Kampagne

HiOrg